Dienstag, 12. April 2011

Bewerbung

Mein Kommentar in "ZEIT online" zum Artikel "Rettungsfond Soffin: Rechnungshof wirft Bankenrettern Geldverschwendung vor" vom 06.04.2011:

Bewerbung

Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Schäuble,

hiermit bewerbe ich mich als Finanzberater der Bundesregierung. Meine Dienstleistung biete ich gerne kostenlos an, weil das Problem, das Sie mit der Bankenrettung vorgeben zu haben, ja in Wirklichkeit keines ist. Banken müssen nämlich gar nicht gerettet werden, wenn man dort nur dafür sorgt, dass die Kosten auch von denjenigen getragen werden, die die Gewinne machen. Dafür gebe ich Ihnen hier gleich den Lösungshinweis: Das dem Staat vorbehaltene Recht zur Emission von gesetzlichen Zahlungsmitteln wird ausgeweitet. Es gilt bisher nur für Bargeld und muss zukünftig auch für Sichtguthaben auf Girokonten gelten. Zweitens müssen die Banken (durch entsprechende leichte Änderung des Art. 16 der EZB) daran gehindert werden, von sich aus neues unbares Geld in Form von Sichtguthaben zu schöpfen.
  • Vorteile für den Steuerzahler: Er muss nicht mehr für Verluste aufkommen, die er gar nicht verschuldet hat.
  • Vorteile für Sie und Ihre Organisation: Kostenloser Imagegewinn beim Wähler in lange nicht mehr da gewesener Höhe.
  • Vorteile für die Zentralbank: Sie kann das Ausmaß der Geldschöpfung so bestimmen, dass krisenhafte Entwicklungen und Kollateralschäden des Wachstums vermieden werden.
  • Vorteile für die Geschäftsbanken: Das „Zocken“ wird nicht länger innerhalb derselben Bilanz durchgeführt, die für die Durchführung des allgemeinen Zahlungssystems und anderer wichtiger Teile der Finanz-Infrastruktur benötigt wird.

Mit freundlichen Grüßen

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